Pneumatik Grundlagen: Pneumatik Schaltpläne und Symbole auf einen Blick verstehen

Der erfahrene Dozent (Dipl. Ing. FH) Holger Hemmie von der VOORTMANN-Akademie aus Issum kennt die vielfältigen Fragen und Herausforderungen seiner Seminarteilnehmer nur zu gut.

"Die Instandhalter und Techniker, die pneumatische Anlagen unterhalten, stehen in einem vielfältigen Spannungsfeld" weiß Holger Hemmie.

"Auf der einen Seite soll die Anlagenverfügbarkeit bei möglichst 100 % liegen und auf der anderen Seite soll die Anlage so effizient wie möglich arbeiten" so Hemmie weiter.

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Warum es so wichtig ist Schaltpläne richtig zu lesen?

Druckluft ist in der Industrie der teuerste Energieträger überhaupt. Der gezielte Einsatz von modernen Pneumatik-Komponenten garantiert hier dem Betreiber die Möglichkeit, Druckluft nachhaltig einzusparen. So kann er beispielsweise durch eine gezielte Retrofit-Maßnahme seine Anlage auf den neuesten Stand der Technik bringen und gleichzeitig die Effizienz steigern. Ein weiterer wichtiger strategischer Schritt zur Einsparung von Druckluft ist für den Anlagenbetreiber das Auffinden und Beheben von Leckagen in seiner Pneumatik-Steuerung. So erzeugt ein Loch in der Größe eines Stecknadelkopfes monatliche Stromkosten in Höhe von 800 €.

Pneumatische Schalpläne und Symbole verstehen

Holger Hemmie weiß, dass ein Instandhalter einer pneumatischen Steuerung nur dann eine Anlage effizient unterhalten und Fehler schnell beseitigen kann, wenn er in der Lage ist, die pneumatischen Schaltpläne zu lesen und die Pneumatik Symbole zu verstehen.

"Der Schaltplan ist für den Techniker die Bedienungsanleitung seiner pneumatischen Steuerung und der Schlüssel zur Energieeffizienz und Fehlerbehebung", sagt Holger Hemmie.

Es gibt eine Vielzahl von Komponenten und dazugehörigen Schaltzeichen, wobei dem 5/2 Wegeventil als Universalventil in der steuerungstechnischen Anwendung besondere Bedeutung zukommt. Hier unterstreicht Hemmie, dass der Aufbau eines pneumatischen Schaltplans grundsätzlich aus den gleichen Bestandteilen besteht.

Basis ist eine Druckluftquelle bzw. ein Kompressor, die die Anlage mit Druckluft versorgt. Darüber hinaus beinhaltet ein Schaltplan Antriebsglieder, wie beispielsweise ein Zylinder oder ein Motor, welche gezielte Aufgaben innerhalb der Steuerung verrichten.

Weitere Elemente des Schaltplans sind außerdem die Stellglieder und Signalglieder.

Signalglieder sorgen innerhalb der Anlage dafür, dass die Luft als Signal weitergegeben wird. Stellglieder sind für die Stellung des Antriebsgliedes wie beispielsweise die Zylinderstellung verantwortlich.

Im Rahmen einer Fehlersuche geht der Instandhalter systematisch den pneumatischen Schaltplan durch und überprüft dabei, ob die Signalglieder, Stellglieder und Antriebsglieder ihre Aufgabe genauso wie im Plan eingezeichnet erfüllen. Sobald er hier auf eine abweichende Funktionsweise trifft, hat er bereits einen Fehler im Rahmen seiner Suche entdeckt und kann diesen beheben.

Holger Hemmie, Hydraulik-Dozent

Wirksame Fehlersuche - aber bitte mit Schaltplan

Holger Hemmie als erfahrener Dozent kennt das Geheimnis einer erfolgreichen Fehlerbehebung.

"Im Rahmen einer Fehlersuche geht der Instandhalter systematisch den pneumatischen Schaltplan durch und überprüft dabei, ob die Signalglieder, Stellglieder und Antriebsglieder ihre Aufgabe genauso wie im Plan eingezeichnet erfüllen. Sobald er hier auf eine abweichende Funktionsweise trifft, hat er bereits einen Fehler im Rahmen seiner Suche entdeckt und kann diesen beheben."

"Auf diese strukturierte Art und Weise kann der Facharbeiter die Anlagenverfügbarkeit zeitnah wieder herstellen", erklärt Holger Hemmie.

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