Beim Verladen auf Nummer sicher gehen

Einheitliche Absturzsicherungskonzepte für Anlagen in verschiedenen Produktionsstandorten

Chemie- und Industrieparks sind nicht nur Produktionsstätten, sondern auch Materialumschlagplätze. Jeden Tag werden hier Unmengen unterschiedlichster Güter verladen. Ein Prozess, der trotz modernster Technik nicht ohne Bedienpersonal auskommt und daher Unfall- und Gefahrenpotenzial birgt. Sicherheitsklapptreppen, Sicherheitsschutzkörbe und komplette Absturzsicherungen helfen, dieses auf ein Minimum zu reduzieren.

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Manuel Greefrath
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Themen wie Qualität, Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz (QGSU) genießen in Industrieparks inzwischen oberste Priorität. Insellösungen, bei denen einzelne am Standort ansässige Unternehmen in Eigenregie Maßnahmen zur Personen- und Prozesssicherheit ergreifen, gehören hier mehr und mehr der Vergangenheit an. Stattdessen setzen Verantwortliche verstärkt auf umfassende Sicherheitslösungen für sämtliche in verschiedenen Produktionsstandorten befindlichen Anlagen. In der Verladetechnik ergeben sich daraus besondere Herausforderungen. Schließlich geht es darum, Absturzsicherungskonzepte für diverse Szenarien zu entwickeln. Das setzt beim Planer und Hersteller nicht nur ein großes Portfolio voraus, sondern auch hohe Beratungskompetenz und vor allem Know-how in der Fertigung von Sonderlösungen.

Warum sind Absturzsicherungen ein Thema?

Allgemein ist die Sensibilität stark gestiegen, wenn es darum geht, die Mitarbeiter auf den Fahrzeugen abzusichern. Es gibt vielfältige Situationen, in denen Tankfahrzeuge, Silofahrzeuge, Kesselwaggons oder andere Transportbehälter begangen werden müssen. Meistens bietet das Fahrzeug selbst nicht ausreichend Schutz gegen Absturz. Mitunter ist ein Handlauf vorhanden. Oft ist das Personal auf dem Fahrzeug zusätzlich durch persönliche Schutzausrüstung eingeschränkt. In einigen Fällen führt der Fahrer des Fahrzeuges selbst die Verladung durch. So ist insgesamt das Interesse an sicheren, aber einfach zu bedienenden Absturzsicherungssystemen groß. Gleichzeitig wird die Auslastung der Anlagen, in denen Absturzsicherungen eingesetzt werden, immer stärker optimiert. Anlagenstillstände sind daher möglichst kurz und geplant zu halten. Einheitliche Sicherungskonzepte sind für Betreiber von Verladeanlagen sowohl für die Bedienung als auch für optimierte Wartungsabläufe hilfreich.

Wie kann ein optimales Sicherungskonzept gefunden werden?

Grundsätzlich ist die Bandbreite verfügbarer Produkte groß. Das beginnt bei einer klassischen Klapptreppe mit Schutzkorb, reicht über komplett begehbare Absturzsicherungen und solche mit mehreren abgetrennten Arbeitsbereichen bis zu mehrachsig verfahrbaren Systemen. Aufgabe aller Beteiligten ist es, gemeinsam den genauen Bedarf für einzelne Anlagen oder gesamte Standorte zu ermitteln. Wichtig ist die richtige Beratung bereits in der Planungsphase und bei der Aufnahme der technischen Parameter. Die Vor-Ort-Situation sollte untersucht werden. Vorteilhaft ist, wenn der Lieferant bereits über ein breites Produkt-Portfolio an direkt verfügbaren Lösungen verfügt. Das spart Zeit und Geld. Für komplexere Situationen bietet VOORTMANN zunächst eine Planung an, in der die komplette Verladesituation aufgenommen wird. Dabei sind alle Gewerke zu betrachten, die in einer Verladestelle ineinander greifen. Das bietet dem Kunden den Vorteil, dass mögliche Schnittstellenprobleme bereits früh erkannt werden und sich der spätere Abstimmungsaufwand minimiert. 

Worauf ist besonders zu achten?

Die Kriterien an den Verladestellen sind sehr vielfältig. Um ein optimales Absturzsicherungskonzept zu finden, sind zunächst natürlich die Art und Vielfalt der Fahrzeuge, die begangen werden sollen, zu betrachten. Dient zum Beispiel ein- und dieselbe Verladestation zum Befüllen bzw. Entleeren unterschiedlicher Fahrzeuge, erfordert dies eine möglichst universelle Lösung. Das betrifft sowohl den Übergang zum Fahrzeug als auch die Personensicherung auf dem Fahrzeug. Wenn in einer Fahrzeugposition nur eine Kammer zu befüllen ist, sind die Anforderungen anders als bei einer Mehrkammerbefüllung (siehe Bild 1). Außerdem sind neben den Einsatzbedingungen vor Ort auch die Art und Eigenschaften der zu verladenen Güter zu berücksichtigen. Die Wünsche des Kunden zur Anlagenbedienbarkeit sind zu berücksichtigen. Bei vielen Betreibern sind Absturzsicherungen Teil einer größeren Anlage, die zentral gesteuert und überwacht wird. Dann ist die Absturzsicherung auch in die prozesstechnischen Abläufe und in die Prozessleittechnik einzubinden. Und nicht zuletzt müssen die baulichen Gegebenheiten mit betrachtet werden.

Wie kann ein Sicherungskonzept konkret aussehen?

Als Übergang Übergang von einer fest stehenden Bühne zum Fahrzeug dient üblicherweise eine Klapptreppe oder ein Klapppodest. Wenn entlang der Bühne mehrere Zugänge zum Fahrzeug bestehen, kann beispielsweise die Klapptreppe über eine Verschiebeeinheit horizontal bequem in die erforderliche Position verfahren werden (siehe Bild 2). Um ungefährdet auf dem Fahrzeug oder Container zu arbeiten, bietet bereits ein einfacher Schutzkorb zusätzliche Sicherheit. Der Schutzkorb kann fest an der Klapptreppe montiert sein oder an einem separat verfahrbaren Ausleger. Wichtig ist, dass die Schutzkorbgröße dem Personal den erforderlichen Bewegungsfreiraum lässt. Gleichzeitig soll die Person aber nur den Bereich des Fahrzeugs begehen können, in denen Arbeiten auszuführen sind und die über sichere Trittflächen verfügen. 

Was ist, wenn eine einfache Lösung nicht reicht?

Soll der Schutzkorb einen größeren Arbeitsbereich absichern, empfiehlt es sich, diesen in Bereiche aufzuteilen (siehe Bild 1). Die einzelnen Schutzkorbbereiche werden dann beispielsweise durch Sicherheitsklapptüren voneinander getrennt. Ob die Türen geschlossen oder geöffnet sind, lässt sich über Näherungsschalter abfragen. Das Personal auf dem Fahrzeug hat mit diesem System immer in unmittelbarer Nähe Halt und das System kann überwacht werden.

Wenn mehrere Fahrzeugkammern in einer Fahrzeugposition erreicht werden sollen, ist der abzusichernde Bereich entsprechend groß. Sehr große und schwere Schutzkörbe benötigen eine spezielle Hubeinrichtung, mit deren Hilfe sie auf das Fahrzeug abgesenkt werden. Auch in großen Arbeitsbereichen ist es wichtig, dass überall eine Trittfläche für das Personal vorhanden ist. Andernfalls sollte der Schutzkorb mit bodenseitigen Gittern ausgestattet sein.

Lassen sich vorhandene Anlagen nachrüsten oder umbauen?

VOORTMANN versteht sich als Lösungsentwickler und Umsetzer ebenso wie als Berater und Dienstleister. Dazu gehört auch die Unterstützung der Kunden bei der Optimierung bereits vorhandener Absturzsicherungen. Für Kunden ist das ein durchaus wichtiger und vor allem lohnender Aspekt, denn oft lassen sich schon mit relativ geringem finanziellem Aufwand deutliche Verbesserungen bei der Arbeitssicherheit erzielen. Generell gilt: Investitionen in Absturzsicherungen machen sich für Unternehmen wie Personal gleichermaßen bezahlt. Die Unfallzahlen sinken signifikant, Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit steigen.

Wie sieht es mit dem Wartungsaufwand aus?

Auch Sicherheit braucht Wartung. Zur Zufriedenheit der Kunden gehört, dass die Anlagen sicher und störungsfrei laufen. Die Wartung wird durch das verstärkte Bestreben, möglichst einheitliche Sicherungskonzepte einzusetzen, unterstützt. Allein die Ersatzteilbevorratung vereinfacht sich. In regelmäßigen Intervallen überprüfen die Service-Mitarbeiter von VOORTMANN die Funktionsfähigkeit von Klapptreppen, Schutzkörben und Absturzsicherungen samt vorhandener Steuerungstechnik. Müssen Elemente instand gesetzt oder ausgetauscht werden, geschieht dies sofort und ohne größere Ausfallzeiten. So wird sichergestellt, dass auf Klapptreppen, Schutzkörbe und Co jederzeit und über Jahre hinaus Verlass ist. Ideal für alle, die Wert darauf legen, Verladetätigkeiten in Chemie- und Industrieparks nachhaltig sicher zu machen.


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