Elektropneumatische Steuerung im Retro-Gewand

Elektropneumatik der besonderen Art

Eine eher ungewöhnliche Anfrage im Bereich elektropneumatische Steuerung erhielten wir vor kurzem von einem Anlagenbauer aus dem Münsterland. Er war auf der Suche nach einem Systemlieferanten für eine kombinierte Lösung aus Elektrotechnik und Pneumatik, die so heutzutage eigentlich nicht mehr realisiert wird. Auf ausdrücklichen Wunsch des Endkunden sollte die elektropneumatische Steuerung nicht SPS - sondern Schutzbasiert sein. Das Ganze über ein korrelierendes System aus je einem separaten Elektro- und Pneumatikschaltschrank. Für unsere Experten aus der Elektrotechnik hieß es hier also ein Stück weit zurück zu den Wurzeln. Die "elektropneumatische Steuerung im Retro-Gewand" war eine Herausforderung der besonderen Art.

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Bei der elektropneumatischen Steuerung war zudem unsere Expertise beim Explosionsschutz gefragt. Der Bedienschrank kommt im ATEX-Bereich zum Einsatz.

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R&I-Schema statt Display-Technologie

Verwendet wird die elektropneumatische Steuerung zur Regelung von Dampf, Wasser und Materialströmen innerhalb der Trocknungsanlage. Ein Grund, warum der Kunde dafür auf eine Retro-Lösung setzt, ist, dass er so besser in der Lage ist, eigenständig Reparaturen am System vorzunehmen. Auf den ersten Blick auffälligste Besonderheit des Systems ist der komplette Verzicht auf eine moderne Display-Integration. Stattdessen ist der gesamte Pneumatikkreislauf samt Info- und Bedienelementen als großformatiges R&I-Schema angelegt. Auch das ein expliziter Kundenwunsch, der vor allem das Ziel hat, die Bedienung so leicht und fehlersicher wie möglich zu machen.

 

Hineindenken bis ins Detail

Bei einem Auftrag wie diesem, bei dem weniger Innovationsgeist als vielmehr 100-prozentiges Umsetzen nach Kundenwunsch gefragt ist, kommt es umso mehr auf ein tiefgehendes Verständnis der Gesamtanlage an. Unsere erste Aufgabe bestand also darin, uns genau in das System einzuarbeiten und alle Abläufe bzw. Funktionen im Detail nachzuvollziehen. Hierfür haben wir uns im Vorfeld intensiv mit vom Kunden zur Verfügung gestellten Schaltplänen auseinandergesetzt. Die Entwicklung der elektropneumatischen Steuerung erfolgte dann wie bei uns üblich im direkten Zusammenspiel unserer Experten aus den Bereichen Elektrotechnik und Pneumatik.

Service wird bei uns großgeschrieben. Dazu gehört, dass wir elektropneumatische Steuerungen immer 1:1 so realisieren, wie es der Kunde wünscht. Auch wenn es – wie in diesem Fall – nicht State of the Art ist.

Yannick Rutert, Pneumatik-Spezialist

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Anfang bis Ende

So ungewöhnlich der Auftrag und die geforderte Umsetzung war, so alltäglich problemlos ging das Projekt an sich vonstatten. Von der Auftragserteilung bis zur finalen Übergabe der elektropneumatischen Steuerung lief alles nach Plan und fristgerecht. Der Kunde wurde dabei während des gesamten Projekts stets auf dem Laufenden gehalten und bekam unter anderem Schaltpläne und Zeichnungen zur Zwischenabstimmung vorgelegt. Die Endabnahme erfolgte Mitte Oktober bei uns vor Ort im Werk. Auch das völlig problemlos. Dementsprechend gab es abschließend Lob vom Kunden, der nach eigener Aussage sowohl mit dem Ergebnis als auch mit dem Projektablauf höchst zufrieden war. Gute Voraussetzung dafür, dass dieser erste Auftrag des Kunden für VOORTMANN nicht der letzte gewesen ist.

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