Stahlwasserbau nach DIN 19704 –

die Königsklasse im Hydraulikantrieb

Echter Stahlwasserbau beginnt da, wo Anlagen nicht einfach nur funktionieren, sondern strengste Vorgaben – unter anderem der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) - erfüllen müssen. Wir von VOORTMANN sind ausgewiesene Experten für Stahlwasserbau nach DIN 19704. Unsere Systeme, bestehend aus Hydraulikaggregaten, Hydraulikzylindern, Steuerungen und Sensorik, finden sich in diversen Hochwasserschutzanlagen sowie Schleusen. Also überall da, wo verbaute Technik in höchstem Maße sicherheitsrelevant ist und über Jahrzehnte zu 100 Prozent verlässlich sein muss.

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Matthias Opitz
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Stahlwasserbau mit VOORTMANN – Lösungen mit System

Unsere Erfahrung im Bereich hydraulischer Antriebe macht sich für unsere Kunden gleich mehrfach bezahlt. Vor allem in puncto Effizienz. Im Laufe der Zeit haben wir für unterschiedliche Anforderungen bei Wehren, Klappen, Rechen und Schiebern Standardlösungen entwickelt und zu einem effektiven Baukastensystem erweitert. So können wir schnell und gezielt das passende Hydraulik-Aggregat samt Steuerung liefern. Zudem versetzt uns das System in die Lage, Komponenten so zu kombinieren, dass auch Sonderanforderungen problemlos erfüllt werden können. Das ist insbesondere von Vorteil, wenn Universallösungen gefragt sind, bei denen unser Aggregat gleich mehrere unterschiedliche Abnehmer wie zum Beispiel Wehre und Schieber versorgt.

Hydraulische Antriebssysteme liefern wir für Wehre in Schleusen und Sperrwerken, aber auch für die Wasserwirtschaft.

Matthias Opitz, Hydraulik-Spezialist

Langlebige Qualitätslösungen sorgen für höchste Sicherheit

Je größer die Dimensionen im Stahlwasserbau und die zu erfüllenden Sicherheitsauflagen, desto mehr ist Qualität gefragt. Deshalb verbauen wir ausschließlich Markenprodukte und achten auch sonst strikt darauf, dass unsere Lösungen langanhaltend zufriedenstellen und dem Betreiber ein Maximum an funktionaler Sicherheit gewährleisten. Hierzu gehört unter anderem, dass sämtliche wichtige Betriebsdaten wie Druck, Temperatur und Ölstand vom System permanent überwacht werden. Auf Wunsch verbauen wir Motor-Pumpen-Gruppen oder Filter redundant. Außerdem können alle unsere Aggregate mit einer Notbetriebsfunktion ausgestattet werden. Feste Bestandteile der Notbetriebsfunktion sind manuell schaltbare Ventile sowie eine Handpumpe, über die sämtliche hydraulische Funktionen auch ohne elektrische Energie ausgeführt werden können. So sind Betreiber in jedem Fall auf der sicheren Seite.

Beispielprojekt: Siel-Mündungsschöpfwerk am Jadebusen

Im Zuge einer Deicherhöhung musste ein Mündungsschöpfwerk am Jadebusen nachgerüstet werden, um nach wie vor eine sichere Entwässerung zu gewährleisten. Die Anlage bekam seeseitig ein neues Stemmtor, das für die sogenannte erste Deichsicherheit zuständig ist und automatisch bei auflaufendem Flutwasser schließt sowie bei Ebbe öffnet. Als zweite Deichsicherheit wurden inmitten des Werks zwei jeweils 6,6 Meter breite und 5,45 Meter hohe und 12 Tonnen schwere Hubtore verbaut. Sie können bei Hochwasserständen zusätzlich heruntergelassen werden. Die Hydraulikaggregate für die Zylinder (190/110-5700) zum Bewegen der Hubtore stammen von uns. Zudem gab es noch diverse Sonderwünsche des Kunden, die wir zu erfüllen hatten. Zum einen haben wir eine redundante über Kugelhahn umschaltbare Motor-Pumpengruppe verbaut. Zum anderen verfügt das System über Handpumpen und Ventile, die einen Nothandbetrieb ermöglichen. Hinzu kommt eine sowohl manuell als auch mittels Steuerung auslösbare Notabsenkungsfunktion, die jederzeit ein Herablassen der Hubtore über deren Eigengewicht ermöglicht.

Immer die perfekte Kontrolle – dank umfassender Sensorik

Speziell im Mündungsschöpfwerk, aber auch überall sonst, wo Stahlwasserbau nach DIN 19704 gefordert ist, spielen Zuverlässigkeit und Beständigkeit eine große Rolle. Um diese zu gewährleisten, empfiehlt sich nicht nur der Einsatz von Edelstahl- und Markenkomponenten, sondern auch von diversen Überwachungsfunktionen. Unsere Hydraulikaggregate sind dementsprechend mit Sensorik ausgestattet, die ein ständiges Messen von Temperatur, Ölstand, Filterverschmutzung und Betriebsdruck in sämtlichen Anlagenteilen sicherstellt. Auch die Zylinderanschlussleitungen werden überwacht, um möglichen Rohrbrüchen effizient und frühzeitig entgegenzuwirken.

Beim Beispielprojekt am Jadebusen war eine Verrohrung mit Schweißkegeln gefordert. Selbstverständlich beherrschen wir auch Umformtechniken, wie z.B WALFORMplus.

Matthias Opitz, Hydraulik-Spezialist

HEES-kompatible Materialauswahl

Zusätzliche Anforderungen erwachsen im Stahlwasserbau durch den zwingend zu berücksichtigenden Umweltschutz. Für das Betriebsmittel bedeutet dies, dass ausschließlich Bio-Hydrauliköl (HEES) verwendet werden darf. Daraus wiederum ergeben sich Konsequenzen für die Materialauswahl im Anlagenbau. Denn Bio-Hydrauliköl hat die Eigenschaft, aggressiv gegen Dichtungen zu sein. Dem tragen wir konsequent Rechnung, indem wir ausschließlich besonders resistentes und speziell HEES-kompatibles Material verwenden. So stellen wir sicher, dass Anlagen besonders lange störungsfrei laufen und sich Austauschintervalle bzw. Reparaturen auf ein absolutes Minimum reduzieren.

Alles aus einer Hand – auch im Stahlwasserbau

Wie immer bei VOORTMANN gilt auch im Stahlwasserbau: Bei uns profitieren Sie von gewerkeübergreifendem Know-how aus einer Hand. Unsere Experten aus Hydraulik und Elektrotechnik arbeiten stets eng zusammen, um die für Sie bestmögliche und effizienteste Lösung zu realisieren. Auch Sonderwünsche beim Bedienkomfort – zum Beispiel in Form von Touch-Displays – setzen wir zuverlässig um. Selbstverständlich besteht zudem die Möglichkeit, von uns entwickelte Aggregate und Zylinder mittels Schnittstellen an bereits vorhandene Steuerungstechnik anzuschließen.

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