Freistehende Verladeanlagen mit Absturzsicherung
Individuelle Komplettlösungen für den sicheren Zugang zu Fahrzeugen
In vielen Betrieben bzw. Szenarien müssen Mitarbeiter regelmäßig auf Tankfahrzeuge, Kesselwagen, Silofahrzeuge oder andere Fahrzeuge und Behälter gelangen. Gleichzeitig unterscheiden sich die Arbeitsbedingungen häufig erheblich. Fahrzeughöhen variieren, Platzverhältnisse sind unterschiedlich, und nicht an jedem Standort stehen geeignete Gebäude oder bestehende Bühnen zur Verfügung. Eine freistehende Verladeanlage schafft hierfür eine sichere und dauerhaft nutzbare Lösung. Sie wird unabhängig von vorhandenen Bauwerken geplant und exakt an die jeweiligen Arbeitsabläufe angepasst. Verladebühne, Sicherheitsklapptreppe, Schutzkorb und weitere Komponenten bilden dabei ein abgestimmtes Gesamtsystem, das sich flexibel an unterschiedliche Fahrzeuge, Medien und Einsatzbereiche anpassen lässt. VOORTMANN entwickelt und realisiert solche Anlagen individuell – von der Planung über Statik und Konstruktion bis hin zur Fertigung und Montage. Auf Wunsch gehören auch Fundamentplanung und Fundamenterrichtung zum Leistungsumfang.
Wann und warum benötigt man eine freistehende Verladeanlage?
Nicht jeder Verlade- oder Arbeitsbereich lässt sich an bestehende Gebäude anbinden. Oft entstehen neue Verladeplätze auf Freiflächen oder bestehende Anlagen müssen erweitert werden. In solchen Fällen bietet eine freistehende Stahlbaukonstruktion größtmögliche Flexibilität. Position, Höhe und Abmessungen lassen sich optimal auf Verkehrswege, Fahrzeugtypen und Arbeitsabläufe abstimmen. Gleichzeitig bleibt die Anlage unabhängig von vorhandenen Gebäudestrukturen und kann auch bei zukünftigen Prozessänderungen erweitert oder angepasst werden. Dadurch entsteht eine langfristige Lösung, die sowohl sicherheitstechnische als auch betriebliche Anforderungen berücksichtigt.
Welche Anwendungen gibt es für Verladeanlagen mit Absturzsicherung?
Der Begriff „Verladeanlage“ lässt zunächst an klassische Tankwagen denken. Tatsächlich reicht das Einsatzspektrum jedoch deutlich weiter. Überall dort, wo Mitarbeiter sicher auf Fahrzeuge oder Behälter gelangen müssen, schafft eine freistehende Verladeanlage einen ergonomischen und absturzgesicherten Arbeitsplatz. Je nach Branche und Prozess wird die Anlage unter anderem eingesetzt für:
Welche Komponenten gehören zu einer Verladeanlage?
Eine freistehende Verladeanlage besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Fahrzeuge sicher erreicht werden können und Arbeiten auf der Fahrzeugoberseite ergonomisch sowie ohne zusätzliche Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) durchgeführt werden können.
Zum Anlagenkonzept gehören unter anderem:
- Zugangs- und Absturzsicherungssystem, bestehend aus:
Verladebühne (freistehende Stahlbaukonstruktion):
Treppenaufgang mit Übergangspodest für den Zugang zur Fahrzeugoberseite
Sicherheitsklapptreppe:
Beweglicher Zugang von Podest zur Fahrzeugoberseite
Schutzkorb oder großflächige Absturzsicherung:
Lückenloser Seitenschutz für sicheres Arbeiten auf dem Fahrzeug ohne PSAgA -
Optionale Verladesysteme:
Verladearme oder Schlauchhandlingsysteme für den Umschlag flüssiger oder gasförmiger Medien - Optionale Sensorik-, Sicherheits- und Verkehrsführungssysteme
Prozessüberwachung, Sicherheitsverkettung sowie Ansteuerung von Ampeln und Schranken - Optionale Komfort- und Wetterschutzausstattungen:
Überdachungen, Wetterschutz und Beleuchtung
Die Anlagen können sowohl als reine Stahlbaukonstruktion als auch als komplett ausgestattete Verladestation einschließlich Sicherheitsklapptreppe, Schutzkorb, Verladesystem wahlweise mit Verladearm oder Schlauchhandlingsystem, Sensorik und weiterer Systemkomponenten ausgeführt werden. Für bewegliche Komponenten wie Sicherheitsklapptreppen und Schutzkörbe stehen – je nach Einsatzfall – manuelle, pneumatische, hydraulische oder elektrische Antriebe zur Verfügung. Dadurch lassen sich Bedienkomfort und Ergonomie optimal an die jeweiligen Betriebsabläufe anpassen.
Sicheres Arbeiten auf der Fahrzeugoberseite im Fokus
Die eigentliche Aufgabe einer Verladeanlage endet nicht am Treppenaufgang. Entscheidend ist vielmehr, wie sicher sich Mitarbeiter anschließend auf der Fahrzeugoberseite bewegen können. Je nach Anwendung kommen unterschiedlich große Schutzkörbe zum Einsatz. Für kleinere Arbeitsbereiche genügt häufig ein kompakter Schutzkorb. Müssen mehrere Domöffnungen erreicht oder größere Bereiche auf dem Fahrzeug begangen werden, bieten großflächige Schutzkörbe als Absturzsicherung den erforderlichen Bewegungsraum. Darüber hinaus können Schutzkörbe teilweise oder vollständig begehbar ausgeführt werden. Für besondere Anforderungen stehen zusätzliche Ausstattungen wie Verschiebegitter zur Anpassung des Arbeitsbereichs, bodenseitige Klappgitter zur Spaltüberbrückung zwischen Anlage und Fahrzeug sowie eine Schrägstellung des Schutzkorbes zur Anpassung an geneigte Tankauflieger zur Verfügung. Dadurch lassen sich potenzielle Sicherheitslücken weiter reduzieren und die Arbeitssicherheit zusätzlich erhöhen.
Weitere Informationen
Je nach Anforderung kann die freistehende Verladeanlage mit verschiedenen Überwachungs- und Sicherheitssystemen ausgestattet werden. Näherungsschalter erfassen beispielsweise Park- und Arbeitspositionen einzelner Komponenten. Dadurch lassen sich Anlagenzustände überwachen und in übergeordnete Sicherheitskonzepte integrieren. Für zusätzliche Sicherheit sorgen optionale Abschaltsysteme. 2D-Scanner, Lichtschranken oder Schaltleisten erkennen Fahrzeugkonturen und verhindern, dass bewegliche Anlagenteile mit dem Fahrzeug kollidieren. So werden sowohl Mitarbeiter als auch die Anlage geschützt. Auch die Ein- und Ausfahrt lässt sich in den Sicherheitsablauf einbinden. Ampelanlagen oder Schranken signalisieren dem Fahrer, wann die Verladeanlage freigegeben ist und wann sich die Sicherheitskomponenten wieder in ihrer Parkposition befinden. Dadurch werden Fehlbedienungen mit möglichen Personen- und Anlagenschäden vermieden und der gesamte Arbeitsablauf übersichtlich gesteuert.
Experten für Planung, Fertigung und Montage von Verladeanlagen
Eine Verladeanlage ist immer Teil eines individuellen Anlagen- und Logistikkonzeptes. Deshalb beginnt jedes Projekt mit einer detaillierten Analyse der örtlichen Gegebenheiten und der späteren Arbeitsabläufe. Auf dieser Basis entwickelt VOORTMANN eine maßgeschneiderte Lösung, die optimal auf Fahrzeuge, Prozesse und Sicherheitsanforderungen abgestimmt ist. Zum Leistungsumfang gehören Konstruktion, prüffähige Statik sowie – auf Wunsch – Fundament- und Bewehrungspläne beziehungsweise die Errichtung der Fundamente. Für den Umschlag wassergefährdender Stoffe ist VOORTMANN außerdem Ihr kompetenter Partner für die Planung und Errichtung von Verladeanlagen nach AwSV. Je nach baulichen Gegebenheiten realisieren wir freistehende Verladeanlagen ebenso wie Verladebühnen zur Montage an vorhandenen Stahlkonstruktionen oder Gebäuden, beispielsweise als hängende Konstruktionen oder Wandmontage. Anschließend erfolgen Fertigung, Lieferung und Montage der kompletten Stahlbaukonstruktion inklusive aller vorgesehenen Komponenten. Das Ergebnis ist eine langlebige Verladeanlage, die sich sicher in bestehende Betriebsabläufe integriert und langfristig wirtschaftlich betreiben lässt.
VOORTMANN Zugangs- und Absturzsicherungssysteme
Für ein sicheres Begehen und Arbeiten auf Fahrzeugen bei der Be- oder Entladung von oben oder zur Probenahme.
SICHERHEITSKLAPPTREPPEN
- Optimales und gefahrloses Erreichen der Oberseite von Fahrzeugen
- Zur Überbrückung unterschiedlicher Abstände und Höhen
- Antriebsvarianten von manuell bis elektrisch
- Horizontal verfahrbare Varianten
- Klapppodeste als stufenfreier Übergang
ABSTURZSICHERUNGEN
- Sicheres Begehen und Arbeiten auf Fahrzeugen
- Rundum-Schutz gegen Absturz ohne PSAgA
- Schutzkörbe für kleine bis große Arbeitsbereiche
- Teil- und komplett begehbare Varianten
- Platzsparende Hubeinrichtungen als Decken- oder Bodenkonstruktion
VERLADEBÜHNEN
- Einfacher und sicherer Zugang nach oben
- Treppenaufgang, Arbeits- und Zwischenpodeste
- Hängende oder stehende Konstruktion
- Prüffähige Statik
- Fundament- und Bewehrungspläne