Maximale Sicherheit bei der Tankfahrzeug-Verladung –

dank Schutzkorb mit Personenerfassung

Der größte Gefahrenfaktor bei der Tankfahrzeug-Verladung ist und bleibt der Mensch. Immer wieder erreichen uns Kundenanfragen mit dem Wunsch, Verladestationen noch weiter dahingehend zu optimieren, dass Fehlanwendungen präventiv ausgeschlossen werden können, um Personen- und Materialschäden zuverlässig zu verhindern. Im Zuge dessen haben wir jetzt eine neue Innovation für Verladestationen entwickelt: den automatisierten Schutzkorb mit Personenerfassung. Erfahren Sie hier, wie er im Einzelnen funktioniert, welche Vorteile er bietet und welche intelligenten Sicherheitslösungen wir rund um den Schutzkorb mit Personenerfassung noch in petto haben.

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Nie mehr abgefahrene Sicherheitsklapptreppen und Schutzkörbe im Zuge der Tankfahrzeug-Verladung – wer wünscht sich das nicht?

Dirk Bubenzer, Verladetechnik-Spezialist

Schutzkorb mit Personenerfassung – so kam es zur Idee

Vor allem, wenn Sie eine Anlage zur Selbstverladung betreiben, kennen Sie das Problem: Der Tankwagen-Fahrer ist im Zeitstress. Einfahren, Verladen, Ausfahren – alles soll so schnell wie möglich ablaufen. Hinzu kommt, dass der Fahrer oftmals nicht mit der Bedienung bzw. Verladetechnik vertraut ist. Alles Dinge, die regelmäßig dazu führen, dass auf Straßentank- oder Containerfahrzeugen herabgelassene Sicherheitsklapptreppen samt Schutzkörben vergessen und abgefahren werden. Schon ist ein Materialschaden von mehreren Tausend Euro entstanden und die gesamte Verladestation schlimmstenfalls für längere Zeit unbrauchbar. Von der Gefährdung für Personen durch herabstürzende Teile ganz zu schweigen. Um dieses Horrorszenario zuverlässig zu vermeiden, wurde von uns der Schutzkorb mit Personenerfassung und automatisierter Hebefunktion entwickelt. Selbst wenn der Fahrer bzw. Bediener das Hochfahren der Klapptreppe mit montiertem Schutzkorb vergisst, droht keine Gefahr. Das System erkennt autark, wenn sich seit Längerem niemand mehr auf dem Tankwagen befindet. Der Schutzkorb wird automatisch soweit angehoben, dass es bei einem losfahrenden Fahrzeug nicht zur Kollision mit Klapptreppe bzw. Schutzgitter kommen kann.

So funktioniert der Schutzkorb mit Personenerfassung

Die technische Lösung zur Objekt- bzw. Personenerfassung ist denkbar einfach. Am Geländer des Schutzkorbs ist ein Erfassungssystem befestigt, das permanent den Bereich innerhalb des Geländers überwacht. Wird über einen Zeitraum von 20 Sekunden keine Bewegung registriert, aktiviert sich ein akustisches und visuelles Warnsystem. Weitere 10 Sekunden später hebt sich die gesamte Schutzkorbeinheit automatisch um ca. 20 Zentimeter an. Hoch genug, um ausreichend Sicherheitsabstand zum Fahrzeug zu gewährleisten, aber nicht so hoch, dass – sollte sich doch noch jemand im Schutzkorb befinden – Verletzungsgefahr besteht. In der Sicherheitsposition verbleibt der Schutzkorb so lange, bis der Drucktaster an der Bedieneinheit betätigt wird. Erst dann fährt die gesamte Apparatur in die Grundstellung und rastet ein und auch erst dann erlöscht das visuelle Warnsignal in Form einer Blitzleuchte.

Die zur Objekt- bzw. Personenerfassung eingesetzte Erfassungstechnologie ist zuverlässig und vergleichsweise günstig. Zudem müssen die Sensoren – anders als beispielsweise bei Lichttechnik – nicht regelmäßig gereinigt werden.

Dirk Bubenzer, Verladetechnik-Spezialist

Safety First – dank Not-Halt-Funktion

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Bewegungserfassung fälschlicherweise eine Leererkennung ausgibt und das System startet, obwohl sich noch jemand im Schutzkorb befindet, gibt es eine Not-Halt-Funktion. Das heißt, die Person im Schutzkorb oder auf der Klapptreppe kann die Automatikverfahrung jederzeit mit einem Handgriff unterbrechen. Klapptreppe und Schutzkorb halten dann sofort inne, so dass die Person den Bereich sicher verlassen kann. Der Not-Halt-Befehl bleibt so lange aktiv, bis von der Bühne aus eine manuelle Entriegelung vorgenommen wird. Es kann also selbst bei einer Fehlaktivierung der automatischen, elektrischen Hebefunktion definitiv zu keinem Zeitpunkt etwas passieren.

Sie möchten die Personenerfassung nachrüsten lassen?

Kein Problem. Prinzipiell kann jede bestehende Verladestation so modifiziert werden, dass der Schutzkorb über eine ultraschallgesteuerte Objekterfassung samt automatisierter Hebefunktion verfügt. Von Vorteil ist dabei, wenn Ihre Station bereits über eine Elektroniksteuerung verfügt. Aber auch bei pneumatisch oder hydraulisch angetriebenen Systemen lässt sich das gewünschte Feature nachrüsten. Generell gilt in Sachen Sicherheitstechnik: Was Sie als Kunde haben möchten, das realisieren wir. Alles wird auf Ihre individuellen Wünsche abgestimmt. Sowohl was die einzelnen Maßnahmen anbelangt als auch hinsichtlich der Ausdifferenzierung der genauen Abläufe. Die oben beschriebenen Parameter beim automatisierten Schutzkorbsystem – zum Beispiel Art der Signalgebung, Zeiträume und notwendige Aktionen des Bedienpersonals – sind von Ihnen frei wählbar.

Egal, ob Neubau oder Nachrüstung – wir sind für Sie da, wenn Sie die Tankfahrzeug-Verladung in Ihrem Betrieb noch sicherer und anwenderfreundlicher machen möchten. Sprechen Sie uns an!

Dirk Bubenzer, Verladetechnik-Spezialist

Personenerfassung nur ein Teil von umfassendem Sicherheitskonzept

Natürlich geht es bei sicherem Verladen nicht nur ums Thema Personenerfassung im Schutzkorb. Dieses neue Feature ist lediglich die jüngste Ergänzung in unserem ganzheitlichen Sicherheitskonzept. Von Radkeil mit Sensor zur Erfassung der korrekten Parkposition über Ampelsysteme bis automatischer Zugangsregulierung ist alles darauf ausgerichtet, das Be- und Entladen für Bediener und Fahrer maximal sicher zu machen. Ganz bewusst setzen wir hierbei verstärkt auf elektrische Lösungen, weil uns dies vielfältigste Möglichkeiten der Überwachung und Steuerung eröffnet. Im Mittelpunkt steht dabei das sensorenbasierte Erfassen jeglicher Anlagenzustände, um daraus automatisch gesteuerte, ineinandergreifend Sicherheitsketten zu generieren, die für den Bediener zudem komfortabel sind. Und das Ende der Fahnenstange ist in Sachen Elektrifizierung der Verladetechnik noch lange nicht erreicht. Vor allem bei Verladesituationen mit fest definierten Positionen lässt sich mittels Elektrotechnik und Wegemesstechnik nahezu komplette Vollautomatisierung realisieren. Lassen Sie sich überzeugen!

Einen guten Einblick darin, was im Bereich der elektrischen Verladestationen alles möglich ist, gibt unser Projektbericht Die Zukunft ist elektrisch.

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